Tipps zum Ernährungsprotokoll
Allgemeines
Ein Ernährungsprotokoll ist die Ausgangsbasis für eine medizinisch sinnvolle Ernährungsberatung, die zu dauerhaften Ergebnissen mittels Änderung der Essgewohnheiten führen soll. Über-, aber auch Untergewichtige, aber auch Menschen, die ihre Ernährungsgewohnheiten nicht aus Gewichtsgründen umstellen möchten, notieren darin alles, was sie den Tag über zu sich nehmen und in der Regel auch ihre sportlichen Aktivitäten. Dazu gehören sämtliche Speisen und Getränke und Zusätze wie ein Löffel Zucker bzw. Schluck Milch im Kaffee. Solche Dinge werden oft vergessen, weil angenommen wird, sie spielten aufgrund ihrer geringen Menge keine Rolle.
Just in time: Zeiten, Termine und Dauer
Für eine solche Erfassung der Ernährungsgewohnheiten sollten auf jeden Fall drei, besser sogar vier oder fünf Wochen eingeplant werden. Nur so können später zuverlässige Aussagen getroffen werden, denn nicht selten werden zu Beginn durch das Aufschreiben allein Gewohnheiten geändert, was sich aber über längere Zeit wieder einpendelt. Derjenige, der ein Ernährungsprotokoll führt, sollte sich von Beginn an daran gewöhnen, Mahlzeiten vor dem Verzehr zu notieren und nicht etwa danach – auf diese Weise wird nichts vergessen und man isst bewusster. Der Blick auf die Uhr gehört ebenfalls zu den festen Gewohnheiten während man ein Ernährungsprotokoll führt: Nicht nur, wenn eine Mahlzeit oder ein Snack eingenommen wird, sollte die Zeit dazugeschrieben werden. Insbesondere beim Sport ist es wichtig, dass aus der Tabelle genau hervorgeht, wie lange man geschwommen, Rad gefahren oder gelaufen ist.
Genau Maß nehmen
Die Wahrnehmung von Mengen variiert stark von Mensch zu Mensch. Ein großes Steak kann so die unterschiedlichsten Dimensionen annehmen: Ein Möbelpacker, der hart gearbeitet hat, wird ein handtellergroßes Stück Fleisch nicht als groß bezeichnen, eine schlanke Frau dagegen schon. Um sicherzustellen, dass das Protokoll verstanden wird, verwenden sie objektive Angaben. Bei Flüssigkeiten am besten in Millilitern, eine Tasse kann aber auch als Maß herhalten (am Besten sie geben einmal an, wie viel Milliliter ihre aufnehmen kann). Kleinere Mengen können mit Ess- oder Teelöffeln angegeben werden, diese können gehäuft oder gestrichen sein.
Das Allerwichtigste ist jedoch, dass man sich nicht selbst betrügt und wahrheitsgemäß notiert: Es geht schließlich nicht darum, ein Urteil über die Ernährungsgewohnheiten zu fällen. Vielmehr möchte man diese aufgrund der Angaben verbessern.
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