Fettabsaugung und plastische Chirurgie
Fettabsaugung (auch: Liposuktion) rückt insbesondere den so genannten Problemzonen zu Leibe. Oft helfen selbst strengste Diäten oder Sport nicht, die Fettpolster an Bauch, Hüften, der Taille oder dem Gesäß zu reduzieren. Durch Fettabsaugung können diese Problemzonen korrigiert werden und somit zu einer Verbesserung der Körpersilhouette beitragen. Durch die Fettabsaugung wird eine vernünftige Ernährung jedoch nicht überflüssig. Zur Gewichtsreduktion eignet sich diese Methode nicht.
Bei der Fettabsaugung kommen überwiegend maschinelle Saugpumpen zum Einsatz. Diese erzeugen einen kontinuierlichen Sog. Aufwendiger ist die Liposkulpur, da hier besonders feine Kanülen verwendet werden.
Vor der eigentlichen Fettabsaugung unterspritzt der Chirurg zuerst eine Lösung, welche der Körperflüssigkeit angepasst ist. Anschließend führt er eine feine Kanüle ein. Mit dieser Kanüle erfolgt eine sorgfältige Absaugung der Fettzellen.
Bei der Fettabsaugung werden entweder Saugpumpen oder feinste Kanülen mit einem Durchmesser zwischen zwei und vier Millimetern eingesetzt. Durch herkömmliche Kanülen mit einem Durchmesser bis zu 8 Millimetern wird der Arbeitsvorgang zwar beschleunigt, jedoch hinterlassen die feinen Kanülen später kaum sichtbare Narben, und zum einen wird das Auftreten von nachhaltigen Hautunebenheiten vermieden, zum anderen wird eine glatte Hautoberfläche erzielt. Durch Verwendung dieser Feinstkanülen entsteht eine sehr kleine und feine Narbe. Da sie sich nach der Fettabsaugung problemlos in Körperfalten oder andere Gebiete legen lässt, fällt sie später auch nicht mehr auf.
Wenn die Haut bereits stark an Elastizität eingebüßt hat, werden spätere zusätzliche Eingriffe erforderlich, um die Haut wieder zu straffen. Anderenfalls passt sich der Hautmantel normalerweise den Konturen an.
Nach der Fettabsaugung sollte man über einen Zeitraum von sechs Wochen eine gut sitzende, faltenfreie Kompressionsbandage tragen. Der Patient sollte nach dem Eingriff ausreichend trinken, um einem Flüssigkeitsverlust vorzubeugen. Ferner muss direktes Sonnenlicht für ein halbes Jahr ebenso gemieden werden wie das Solarium. Mit Saunabesuchen sollte man etwa acht Wochen lang warten. Erst nach einem Zeitraum zwischen sechs und neun Monaten wird das endgültige Ergebnis der Fettabsaugung sichtbar.
Die Kosten für eine Fettabsaugung mit herkömmlichen Kanülen belaufen sich laut Angaben plastischer Chirurgen auf etwa 2.500 Euro und aufwärts. Der Preis für das Verfahren mit feinsten Kanülen liegt deutlich höher.
Die Risiken einer Fettabsaugung sind relativ gering. So genannte stationäre kombinierte Eingriffe, beispielsweise gleichzeitig Fettabsaugung mit Straffung der Bauchdecke weisen, aufgrund nosokomialer Infektionen, in den Statistiken ein erhöhtes Komplikationsrisiko auf. Genau wie bei allen anderen Eingriffen können auch Infektionen, Blutungen oder Schmerzen auftreten. In der Regel bilden sich Blutergüsse und Schwellungen nach ein paar Tagen zurück. Patienten beschreiben die Schmerzen ähnlich dem Muskelkater.
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